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Der Tag von Aschura markiert den Tag des Ablebens von Hussain ibn Ali, einem Revolutionsführer des 7. Jahrhunderts, der in der Schlacht von Karbala getötet wurde. Der Tag von Aschura wird jährlich von Millionen Menschen auf der ganzen Welt betrauert, um dem heldenhaften Widerstand Hussains für soziale Gerechtigkeit, gegen einen korrupten Tyrannen namens Yazid, zu gedenken.

Die Geschichte des Tages von Aschura

Hussain ibn Ali war der Enkel Muhammads (der letzte Prophet des Islam), geboren 620 n.Chr. als Sohn einer Familie, die in Verbindung mit den Werten Gerechtigkeit, Liebe und Frieden stand. Hussain war weitläufig für seine Barmherzigkeit, seine Weisheit und seine Integrität bekannt.

Hussain ibn Ali is buried today in the land of Karbala, Iraq, where millions of visitors come annually to pay homage to him.

Hussain ibn Ali ist begraben in Karbala, Irak, dem heutigen Ort, an dem jährlich Millionen Besucher zu seiner Huldigung zusammenkommen.

Nicht lange nach dem Ableben Muhammads, verfiel die Führerschaft des großen islamischen Reiches in die Hände des korrupten Herrschers Yazid (von der Umayyaden Dynastie), der seine Macht missbrauchte und die moralischen Werte der Gesellschaft langsam verfallen ließ.

Yazid wollte von Hussain den Treueeid um seiner illegitimen Herrschaft eine Bewilligung zu erteilen. Gemäß seiner moralischen Verpflichtung gegenüber seiner Prinzipien von sozialer Gerechtigkeit und Würde, ungeachtet dessen, dass es sein Leben unter Gefahr stellen würde, lehnte Hussain dies ab.

Hussain entschied sich dazu, sich zu widersetzen und initiierte einen kleinen, aber starken Aufstand – er entschied sich dazu, seine gewohnte Stadt zu verlassen und die Reise gen Osten des heutigen Iraks anzutreten. Hussain wurde von seiner Familie und 72 Gefährten begleitet um zu verdeutlichen, dass er keinerlei gewaltbereite Auseinandersetzungen beabsichtigte, aber dennoch bereit war, sich und alles, das er besaß für das Gemeinwohl seiner Mitmenschen aufzuopfern.

Als Yazid von der Nachricht erfuhr, dass Hussain aufgebrochen war, entsandte er eine Armee von 30 Tausend Mann um Hussain und seine Gefährten noch unterwegs aufzuhalten, aus Furcht davor, dass sie weitere Unterstützung bekämen würden. Ihre weitere Reise wurde blockiert, solange Hussain nicht den Treueeid abgelegt hatte, doch Hussain widersetzte sich. Yazid ordnete seiner Armee am 10. Tag des ersten Monats des Islamischen Kalenders (Muharram) – welcher als der Tag von Aschura bekannt ist – an, Hussain und seine Unterstützer zu attackieren und zu ermorden.

Aschura und die Schlacht von Karbala

Illustration of the battle map where Hussain and his camp had been encircled by an army of 30,000.

Illustration der Karte von der Schlacht, bei der Hussain und sein Lager von einer Armee von 30 Tausend Mann umzingelt wurden.

Hussain und seine Gefährten wurden in der Wüste des Landes Karbala (im Irak) gestoppt, wo ihnen für 3 Tage der Zugang zum Wasser verwehrt wurde. Beim Morgengrauen des Tages von Aschura, vollzogen Hussain und seine Männer ihre Gebete, wohlwissend darüber, dass ihnen die sichere Niederlage bevorstand, jedoch blieben sie allesamt standhaft und ihren Prinzipien treu.

Die Schlacht von Karbala begann am Mittag, kleine Gruppen von Männern verließen Hussains Lager um tapfer gegen Yazids Armee zu kämpfen. Einer nach dem anderen der Gefährten Hussains kämpfte und starb bis letztendlich Hussain niemanden mehr an seiner Seite hatte, der seinen Widerstand unterstützte.

Hussain war erschöpft, durstig und stark verwundet von seinem heldenhaften Kampf gegen die Feinde, bis er schlussendlich fiel. Die feindlichen Kräfte attackierten ihn von allen Seiten mit Schwertern, Speeren und Pfeilen bis ein Mann namens Shimr Hussain auf dem brennenden Boden Karbalas kaltblütig enthauptete. Er wurde unbarmherzig ermordet, doch hielt bis zu seinem Tod an seinen Prinzipien fest.

Das Vermächtnis von Aschura

Obwohl Hussain sein Leben in dieser Schlacht gab, wurde er siegreich durch sein Vermächtnis. Seine Taten und sein Widerstand in Karbala lösten eine Reihe von kleinen Aufständen gegen die tyrannische Herrschaft Yazids aus, die letzten Endes zu seinem Untergang führten. Yazids Armee nahm die Frauen und Kinder von Hussains Lager als Gefangene und ließ sie vom Irak bis nach Syrien marschieren, wo sie weiterhin als Gefangene gehalten wurden.

Hussains Schwester Zainab und sein Sohn Zain Al-Abideen, boten Yazid in seinem eigenen Hof in ihren bekannten Reden die Stirn, die selbst seine engsten Verbündeten verunsicherten. Von diesen Tagen an, verbreiteten die Hinterbliebenen von Hussains Familie die Begebenheiten des stattgefundenen Massakers und die Verbrechen, die am Tag von Aschura vollzogen wurden.

Der Tag von Aschura – ein Tag des Trauerns

mourning - ashura - ashura day

Auf der ganzen Welt wird Hussain ibn Ali als Symbol des Widerstands gedacht, welcher sich für humanitäre Werte eingesetzt hatte.

Heute huldigen Millionen Menschen Hussain ibn Ali für seinen Widerstand und gedenken jährlich der tragischen Schlacht von Karbala, in der Hussain, seine Familie und seine loyalen Gefährten einer nach dem anderen brutal getötet wurden. Pilger unterschiedlichster Herkunft besuchen heute den Imam Hussain Schrein in Karbala, um Hussain ibn Ali ihren Respekt zu zollen.
Am Tag von Aschura nehmen viele Muslime an großen, friedlichen Zusammenkünften teil, bei denen Poesie in Gedenken an Hussain und seiner Aufopferung rezitiert wird und wobei das leichte Schlagen auf die Brust als ein kultureller Ausdruck der Trauer fungiert. Viele Menschen nutzen den Tag von Aschura als einen Tag um gute Taten zu verrichten und wohltätig zu sein, damit sie eben jene selben Prinzipien aufrechterhalten, für die Hussain sein Leben geben musste.

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